Ein weiterer Punkt moderner Mobilität – das Navigationsgerät
Wäre es heute noch vorstellbar ohne Navigationsgerät, welches auch schon im modernen Sprachgebrauch den Ausdruck Navi gefunden hat, in eine fremde Stadt oder gar ins Asuland fahren – schwer nicht wahr? Wir haben uns heute schnell daran gewöhnt: Einschalten, Zeil eingeben und sich führen lassen. Nun ja, in der Vergangenheit – und scheinbar scheint es zeitweise auch immer noch aufzutauchen – schenkte so mancher Autofahrer seinem oder ihrem Navigationsgerät zu viel Vertrauen: Da passieren dann Unfälle verursacht durch abruptes Abbiegen, durch Befahren von Bahngleisen oder gar Einfahren in Gewässer, nur weil das Gerät zum Abbiegen, Wenden oder Stoppen aufforderte. Früher musste man Kartenmaterial dabei haben, eine Karte lesen können und zumeist war man auf einen Beifahrer oder Auskünfte durch Nachfragen ortskundiger Personen angewiesen – man musste zuweilen auch echte Kommunikationsfreude zeigen und oder eine Fremdsprache beherrschen.
Das alles, was die Navigation in der Fremde zumindest anbelangt, hat sich geändert; heute sind die Daten im Internet vorher – beispielsweise bei Google Maps – eruierbar. So kann man sich das Terrain vorher anschauen (ähnlich wie beim Kartenlesen früher) und anschließend die genauen Zieldaten in das Gerät eingeben und sich zum Ziel schließlich führen lassen. Mittlerweile gibt es auch schon umfangreiche Möglichkeiten zur Anwendung speziell für Skifahrer, Radfahrer, Reiter oder gar Segler – hier ist man natürlich auch auf ausreichend Kartenmaterial angewiesen. Ein gutes und plakatives Beispiel für sogenannte kostenfreie Modelle bietet das Projekt: OpenMap – hier ein Beispiel der verfügbaren Fahrradkarte.
Entwicklungen für die Massen
Doch wie konnte diese Technologie plötzlich so schnell einer breiten Masse zur Verfügung stehen? Nun, einerseits profitierte die Elektronik von der Miniaturisierung und andererseits von der zunehmenden Möglichkeit der Interkonnektivität. Zunächst waren echte mobiel Navigationsgeräte nur in der Seefahrt und unter Rettungskräften verbreitet, doch mit Aufkommen leistungsstärkerer portabler Computer sowie immer besseren PDAs wurde auch das Anschließen eines externen GPS-Empfängers möglich. Hinzukommt, dass das GPS also das globale Satellitenpositionierungssystem auch nach Abschaltung der künstlichen Signalverschlechterung, die zu militärischen Zwecken eingeführt worden war, im Jahr 2000 eine bessere zivile Nutzung durch akkuratere Positionsbestimmung möglich gemacht hatte. Es haben sich eine Vielzahl von Geräten und vorallem Anwendungsmöglichkeiten ergeben: Klassisches Beispiel ist der Hersteller tomtom, der sich eine großen Marktanteil hauptsächlich aufgrund der großen Innovationskraft erarbeitet hat – hier stehen einfach und intuitive Bedienung sowie ein Kartensharing im Vorrdergrund.





